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Felsenmeer Informationszentrum
Geschichten von Riesen und dem Teufel
Eine Legende
von "Granitsäulen" und dem Domstein in Trier
(von einem -uns leider- unbekannter Autoren)
Der römische Architekt überlegte sich damals, wie die vier großen, schweren Säulen für die Basilika in Trier herbei zu schaffen seien.
So erzählte er dem Teufel, er wolle das größte Wirtshaus der Welt bauen und fragte, ob er ihm dabei nicht behilflich sein wolle und die Säulen herbei transportieren könne.
"Ein Wirtshaus, Teufel bau´n wir hier -
und lustig drin sein wollen wir
und singen, zechen, toben!"
Da lacht mit listigem Gesicht,
der Teufel, und zum Architekt er spricht:
"Dies Werk, das muss ich loben!"
Doch denkt im Stillen er für sich:
"Hier gibt es ein Geschäft für mich,
da helf´ ich auf der Stelle.
Denn manche Seele wird da mein,
verschreibt sich mir bei Schnaps und Wein
und wird dann reif für d´ Hölle."
Nun schleppt er Säulen, Stücke drei,
auf seinem breiten Rücken - hei,
dem Architekten tat`s gefallen.
Der Teufel aber macht nicht Rast,
keucht unter seiner schweren Last
als Fleißigster von allen.
Eines Tag´s, er kam mit Säule vier,
einem Stein, besonders schwer,
den er vom Felsenmeer her brachte.
Und wie er`s Werk von Ferne schaut,
er kaum den eignen Augen traut,
nicht mehr wie sonst er lachte.
Mit Zorn verzerrt sich sein Gesicht.
Da hat man gründlich ihn erwischt.
Sein Hoffen sank in Trümmer,
denn auf den Mauern, sieht er jetzt,
hat einen Turm man stolz gesetzt:
Ein Wirtshaus wird das nimmer!
Als der auch noch mit ansehen musste, wie der Bischof das Gebäude als Kirche einweihte, warf er die letzte Säule (den Stein) aus Wut und Verärgerung auf das Gebäude (den Dom), verfehlte es jedoch knapp. So liegt die Säule (Domstein) bis heute vor dem Eingang.
Der Trierer Domstein
Fragmente einer "Granitsäule"
aus dem Felsberg (Lautertal /0denwald)
Weiterführende Quellen: